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Aktuelle Texte:

Da ist der erste Text zu meinem Roman „Ein viel versprechender Rucksack“:

Ein viel versprechender Rucksack
Roman. ca. 200 Seiten

Albert, ein Schriftsteller in mittleren Jahren aus einer deutschen Provinzstadt, ist in der Lebenskrise, trinkt. Er fährt nach Brasilien und hofft in dem riesigen Land mit der quellenden Natur diffus auf neue Anstöße. Er stolpert in das Land hinein, schaut zunächst nur um sich wie ein Tourist. Über Begegnungen und die Lektüre von Euclides da Cunha gewinnt er langsam Zugang zum Kern dieser Kultur. Er lernt junge Männer aus dem Milieu des deutschen Industrieparks in São Paulo kennen; über Gereiztheiten hinweg freundet er sich mit einem von ihnen an. Rio de Janeiro hält er für die richtige Einstiegsstadt. Schockiert ist er, als ihm an der Copacabana Jungen aus einer nahen Favela seinen Rucksack wegzerren. Diese Ritzung arbeitet in ihm. Bei einem open-air-Konzert in São Paulo lernt er die italienischstämmige Gina, Lehrerin an der dortigen Waldorfschule, kennen; sie hat wichtige Jahre in Deutschland verbracht. Sie entdecken sich, ziehen schließlich zusammen. Trotzdem läuft er missmutig in S.P. umher, wird seinen Schock nicht los. Ein Ausflug zur Ilha Grande steigert sein Interesse an der Kultur und Geschichte Brasiliens gewaltig: der Schatten der Sklaverei, Rassenmischungen und das Pfründenwesen von Anfang an. Seine Grübeleien, seine Reflexionen dazu hält er in einem Tagebuch fest. Gina spürt, dass sich Albert noch nicht gefangen hat, noch immer Wut auf die jungen Räuber anstaut. Sie dringt darauf, dass er, mit ihrer Hilfe, in eine Favela hineingeht, dort arbeitet und die bedrohlichen Lebensbedingungen und Zwänge von Jugendlichen in einem solchen Armenviertel selber schmeckt. Er macht das – und findet langsam aus seiner Selbstverlorenheit heraus.

Die Spannung Brasiliens zwischen vitalem Sich-Verströmen und verstörender Gewalt wird in den Gestalten dieses Romans erlebbar.

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Ende Januar 2010, rechtzeitig zum „Kolkata Book Fair“, erschien der neue Roman - zunächst auf Englisch:

Thomas Maurenbrecher

Inscrutable Kolkata (Undurchdringliches Kolkata)
Roman. 106 Seiten

Im Januar 2010 erschien bei Codex, Publishers & Book Sellers, Kolkata, die englische Version unter dem Titel "Unscrutable Kolkata".

This book is an adventure novel for its own sake. It tells the story of Georg who visits his old friend Catherine in New York who owes her centered personality and artistic creativity to Vedanta Philosophy. The last months in Berlin were hard for him. Projects did not come through, disappointments on several levels. Thus he looks for new experiences to revitalize himself and become more entered again. She raises his interest for Vedanta anew. Back in Berlin, he persuades his beloved Nicole to set out with him on a trip to Kolkata which is more or less a kind of pilgrimage. There they stay at Belur Math, the world centre of the Ramakrishna Order, on the shores of the river Ganges sweating all the time since it is the Monsun season. They are exposed to the core of that spiritual movement and are shown several of its remarkable projects in education, social welfare, agriculture and medical care. Yet in one of the mostly sleepless nights Nicole tells him under tears that she is fed up with all the strange religious rites and ceremonies and would rather like to go home.

The gist of this novel is Georg’s inner journey as revealed in subterranean halls where he is shown huge panels with the central messages of Vedanta, existential philosophy and anthroposophy. All this revolves around the question that is basic for Georg of whether, in one’s spiritual quest, samadhi, ecstasy, may be a central goal or not. In his imaginative journey he meets a samyasin who turns out to be Swami Vivekananda himself, an experience which shakes him to the ground. As he proceeds to the second hall he meets an enigmatic wise giant who encourages him as a westerner in the search for a merging of the cross and atman. Georg encounters all this on an imaginative level in the middle of their walking about in Kolkata and visiting two contrasting Hindu families. Before paying a visit to the second family Georg feels that he, too, is under strain in the somewhat one-sided religious context they are staying in. He does not know what is going on in the world around and asks whether there is a modern TV screen where he might look into diverse international channels. After some hesitation he becomes access to such a screen. He wants to set his feet on the mundane ground again. Then he learns about the latest development of the war in Afghanistan and about the most urgent social, environmental and agricultural problems at stake in India. What impact does all this spiritual endeavor of such an order have? Through which eyes should he look?

They fly back to Berlin, a littlebit upset but full of new insights.

In an epilogue Martin Heidegger’s existentialist view of man’s situation in the world as a secular one is unfolded as another option in addition to an explicit spiritual search for meaning in life, whether according to the concept of Vedanta or anthroposophy. Existentialism means boldly to face the world without surpassing it on a transcendental level, inspite of one’s fear and loneliness.

Demnächst erscheint eine ausführliche deutsche Version des Indienromans unter dem Titel
Unergründliches Kolkata
Roman. Ca. 136 Seiten

Exposé:

Der Roman geht aus von der Grundfrage des Protagonisten Georg: Ist Ekstase, samadhi, ein erreichbares und erstrebenswertes Ziel im Rahmen eines spirituellen Schulungsweges? Und: Gibt es dabei Unterschiede zwischen westlichen und östlichen Menschen?

Das Buch ist ein Abenteuerroman eigener Art: der eines geistigen Abenteuers. Es erzählt die Geschichte von Georg, wie er nach einer schwierigen Lebensphase, in der er ins Schlingern kam seine alte Freundin Catherine in New York besucht. Sie verdankt ihre zentrierte Persönlichkeit und ihre künstlerische Kreativität der aus Indien kommenden Vedantaphilosophie. Catherine geht mit ihm ins Ramakrishna-Center, stachelt sein Interesse für Vedanta aufs Neue an. Er fliegt mit dem Entschluss zurück, die Quellen der Vedantaphilosophie und ihre Ursprungsorte genauer kennen zu lernen. In Berlin überredet er seine Freundin Nicole, mit ihm zu einer Art von Pilgerreise nach Kolkata aufzubrechen. Dort nimmt sie Mr. Bose in Empfang, ein Anhänger des Ordens mit guten Deutschkenntnissen. Sie wohnen zwar hat in Belur Math, dem Weltzentrum der Ramakrishna-Mission an den Ufern des Ganges. Sie nehmen an den Zeremonien teil, bewegen sich unter den Gläubigen. Die Eindrücke sind tiefgehend, die feuchte Hitze der Monsunzeit ist anstrengend. Nicole bekommt einen Koller, möchte wieder zurück. Aber auch Georg kommt an seine Grenzen. Es gelingt ihm, Zugang zu einem Fernseher mit internationalen Kanälen zu bekommen. Er kommt auf den aktuellen Stand der politischen Verhältnisse (Afghanistankrieg), lernt Neues über die vielfältigen Probleme in Indien. Sie lernen ein junges indisches Paar kennen, das in Deutschland studiert hat, können die wechselseitigen eigenen Erfahrungen im fremden Land austauschen, freunden sich an. Herr Bose zeigt ihnen eine Reihe von bemerkenswerten Projekten des Ordens auf den Gebieten Pädagogik, Sozialarbeit, Landwirtschaft und Medizin.

Das Kernstück des Romans ist Georgs erregende und verstörende innere Reise, wie sie sich imaginativ in unterirdischen Räumen enthüllt, wo er große Tafeln mit dem zentralen Botschaften von Vedanta, Existenzphilosophie und Anthroposophie gezeigt bekommt. All diese Aussagen und Schlüsse kreisen um die Frage, die für Georg grundlegend ist: ob man auf seinem spirituellen Weg Ekstase, samadhi, als höchste Bewusstseinstufe erreichen kann oder darf. Auf seiner imaginativen Reise trifft er zunächst einen sanyassin, der sich schließlich als Swami Vivekananda entpuppt. Das ist eine Erfahrung, die ihn von Grund auf erschüttert. Als er zu einem zweiten Raum weitergeht, trifft er dort einen rätselhaften weisen Riesen, der ihn ermutigt, als ein Mann aus dem Westen nach der eigenen Mischung zwischen dem Kreuz Christi und atman, dem Göttlichen in sich, zu suchen.

Georg begegnet all dem, während er und Nicole ihre Erkundungen und Spaziergänge in Kolkata machen. Dabei besuchen sie zwei konträre Hindufamilien: eine atheistisch-aufgeklärte und eine an die Werte des Reformhinduismus gebundene. Während des Rückflugs denkt Georg darüber nach, dass für ihn bei aller Faszination durch Vedanta mehrere Denker der neuzeitlichen Philosophie des Westens wegweisend sind. In Berlin zurück, sind sie noch aufgewühlt von den widerstreitenden Eindrücken der Reise.

In einem Epilog wird Martin Heideggers existenzphilosophische Sicht des Menschen in der Welt, die bereits in dem unterirdischen Raum auftauchte, als eine säkularisierte Sicht in einigen wichtigen Linien entfaltet. Das ist eine andere Option, zusätzlich zu der expliziten spirituellen Suche nach Sinn im Leben, sei es gemäß dem Konzept von Vedanta, sei es nach der Lehre der Anthroposophie. Der Existenzialismus plädiert dafür, die Welt ohne eine über sie hinausführende transzendentale Perspektive anzuschauen - trotz der Angst und Einsamkeit, die der einzelne dabei empfindet.

Der Epilog wurde ausgearbeitet, weil Georgs Frage nach der Möglichkeit von Ekstase nur für eine kleine Minderheit von Menschen wichtig ist. Die Mehrheit der heutigen westlichen Menschen sucht nach einer Interpretation von Welt und Leben, wie sie sich ihnen täglich stellt - ohne Frage nach dem Jenseits. Der Mensch greift das Zeug auf und macht es sich zuhanden, wie Heidegger sagt.

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Die Initiative > Atelier für Kopf, Hand und Herz <
(seit Frühjahr 07) hat sich unter dem Dach von > Stiftungsfonds Artfondo < zu einem konkreten Kulturprojekt im Stadtteil Neukölln, Mainzer Str. 7, gewandelt. Geplant ist, nach dem Abschluss der Renovierungsarbeiten durch Gesprächsgruppen, Workshops und Tagungen allmählich ein Umfeld zu bilden.
Spiritualität ist ein thematischer Schwerpunkt. Andere Bereiche wie Literatur, bildende Kunst und jeweils aktuelle Themen sollen hinzukommen. Wenn es gelingt, wird ein Innenraum entstehen, in dem jedermann den Mut fassen kann, wieder an sein eigentliches Potenzial, seine besten Möglichkeiten jenseits der déformation professionelle anzuknüpfen und mit anderen in eigenen Aktivitäten auf den Boden zu bringen. An künstlerische Arbeit (Steinmetzen, malen, musizieren) ist auch gedacht. Es wird eine Praxis für Heileurythmie und Beratung in Logotherapie und Existenzanalyse geben.

Am 19. Dezember 2010 haben wir unter dem neuen Namen
> Mainzer7 < mit einem Fest eröffnet. Unseren Flyer können Sie sich >>> hier ansehen.

Interessenten sind herzlich eingeladen, das aktuelle Konzept und Infos über den neuesten Stand des Projekts anzufordern.

Neu - jetzt auch direkt über unsere Web-Seite: www.mainzer7.de

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Andere Projekte:
Seit dem Frühjahr '07 Mitarbeit in der Gesellschaft für Neue Literatur, Berlin - Prosagruppe                 

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Thomas Maurenbrecher